Online-Festplatten

Natürlich sollte man ein Angebot eines Anbieters für die Online-Speicherung der eigenen Festplattendaten genau prüfen. Die Anbieter betreiben üblicherweise einen Server für die Daten der Kunden, der sich seinerseits dann auf seinen Rechner ein Programm (Client) installiert. Dadurch kann er auf den angebotenen Online-Datenspeicher über das Netz einfach zugreifen, oft ist die Online-Festplatte dann so einfach zu bedienen wie ein eigener lokaler Datenträger.

Alle Daten des Kunden werden zum Anbieter übertragen, entsprechend sollte ihm ein hohes Vertrauen entgegengebracht werden. Der Anbieter muß nämlich die Dateien gegen den Zugriff Dritter absichern, er darf natürlich keine Daten absichtlich weitergeben oder auch selbst keine Auswertung der Daten vornehmen. Deswegen sollten die technischen Schutzmaßnahmen und rechtlichen Bedingungen des Anbieters vor Vertragsabschluß gründlich geprüft werden. Wenn Daten ins Ausland übertragen werden, sich also Server außerhalb Deutschlands befinden, ist besondere Vorsicht geboten, da das rechtliche Schutzniveau oft weniger gut als hierzulande ist.

Generell sollten nur Daten an Online-Festplatten ausgelagert werden, die verschlüsselt sind. Dazu sind frei verfügbare Verschlüsselungsprogramme wie TrueCrypt oder GnuPG sowie die kommerzielle Software PGP geeignet. Hier sind jeweils die Schlüssel in der Hand des Eigentümers der Daten.

Angebote für Online-Festplatten, die kostenfrei sind, sollte man nicht für die Speicherung unverschlüsselter Daten annehmen, da das Geschäftsmodell nur auf der Auswertung der Daten beruhen kann.

Insgesamt ist aber auch das üblicherweise zu installierende Programm kritisch zu betrachten, denn in der Regel hat es eine ausgesprochen weitreichenden Zugriff auf das Betriebssystem und die Daten des Kunden. Bei sehr sensiblen Daten ist von der Installation abzuraten.

Weiterführender Artikel zur Thematik: c’t, Nr. 15/2010

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