Google-Alternativen

scroogleBereits letztes Jahr ging die von Daniel Brandt betriebene werbefreie Suchmaschine Scroogle nach langem Hick-Hack offline. Das bedauern vor allem Nutzer, die Google nicht unmittelbar verwenden, aber sich die Ergebnislisten dennoch zunutze machen wollen, ohne jedoch auf sie persönlich zugeschnittene Suchtreffer geliefert zu bekommen.

Denn es gibt eine Reihe bemerkenswerter Alternativen neben den noch einigermaßen bekannten Seiten bing oder Yahoo. So etwa Startpage und Ixquick, die vom selben Anbieter stammen. Es ist die niederländische Surfboard Holding aus Zeist, die sich als Datenschutz-Dienstleister versteht. Konsequenterweise werden keine benutzerbezogenen Informationen beim Anbieter gespeichert, auch keine IP-Adresse, und auf Tracking-Cookies wird ebenso verzichtet. (Es gibt übrigens das Firefox-Plugin Collusion, das Tracking in Echtzeit gut sichtbar macht.)

ixquickEin Vorteil: Beide Dienste werden immer mit SSL-Verschlüsselung angeboten. Der Unterschied zwischen beiden besteht hauptsächlich darin, daß Startpage nur die Ergebnisse der Google-Engine verwendet sowie Werbung einblendet, Ixquick dagegen als Meta-Suchmaschine konzipiert ist, die Ergebnisse mehrerer Suchmaschinen einbindet.

Erst seit 2008 am Start, aber sehr zu empfehlen, da es angenehm schnell ist: DuckDuckGo. Auch hier wird Wert darauf gelegt, die Nutzer nicht zu vermarkten, generell möglichst keine Werbung in den Vordergrund zu rücken und auf die Google-typischen individualisierten Suchergebnisse zu verzichten. Einmalig ist aber vor allem der Ansatz der Plugins, übrigens Open Source, um sich seine eigene Suchmaschine zusammenzustellen. Zudem gibt es einen Service, den keine andere Suchmaschine anbietet. :}

Duckduckgo hat noch ein anderes cooles Feature, das die Alltagsarbeit sehr erleichtert: Man kann andere Suchmaschinen durch einfaches davorschreiben von Kürzeln direkt benutzen. Schreibt man !g vor die Suchanfrage wird direkt bei Google gesucht, !v sucht Videos, !i benutzt die Google-Bildersuche, !a sucht direkt auf Amazon.

Wer des Englischen mächtig ist, dem sei noch ein Interview mit DuckDuckGo-Gründer Gabriel Weinberg ans Herz gelegt, in dem er ein wenig über die kurze Geschichte und die Ziele der kleinen Firma erzählt.

Wer sich noch nicht vollständig von Google lösen möchte und zudem einen Google-Account hat, aber seit den Änderungen der Google-YouTube-Datennutzungsregeln im letzten Jahr etwas vorsichtiger vorgehen möchte, der kann übrigens diese Schritt-für-Schritt-Anleitung nutzen, um die Google-History und -Protokolle zu entfernen.

Illustrationen von edgeworks und rosefirerising
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